Riester-Banksparpläne im Aufwind

Die Riester-Rente ist auch in Krisenzeiten gefragt. Über 12,4 Millionen Bundesbürger haben nach Angaben des Ministeriums für Arbeit und Soziales per Stand 31.03.2009 einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Das ist Zuwachs von immerhin 275.000 Neuverträgen im Vergleich zum Kalenderjahresende 2008. Allerdings wirkt sich die Finanzkrise auch auf die Altersvorsorge aus. So blieb die Zahl der Neuabschlüsse um 37.000 Verträge oder 11,86 Prozent hinter dem Vorjahresquartal zurück. Außerdem wirkt sich die Krise offenbar auch auf die Wahl der Riester-Produktlinien aus. Bester Beweis: Während im ersten Quartal 2008 zum Beispiel Riester-Fondssparpläne mit 108 000 Neuabschlüssen stark im Kommen waren, hat sich deren Absatz 2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal mit nur 58.000 Neuverträgen fast halbiert. Stattdessen sind jetzt Banksparpläne gefragt. Hatten im ersten Quartal 2008 lediglich 5000 Verbraucher einen Riester-Banksparplan abschlossen, so haben sich jetzt immerhin 18.000 Vorsorgesparer für die vermeintlich konservative, dafür aber sichere und kostengünstige Riester-Rente von der Bank entschieden. Das ist ein Zuwachs von sagenhaften 260 Prozent. Auch Rentenversicherungen sind wieder stärker gefragt. Allerdings gehört die Riester-Rente vom Versicherer ohnehin zu den Klassikern unter den Vorsorgeprodukten: 75 Prozent aller Riester-Sparer haben sich bislang dafür entschieden. Gemessen an der Zahl der Neuabschlüsse geht der Trend jedoch spürbar zurück. Hier macht der Anteil der Riester-Renten vom Versicherer nur noch 68 Prozent aus. Dafür sind neben den Bank-Sparplänen vor allem Wohn-Riester-Produkte im Kommen. Rund 34.000 Verbraucher hatten Ende März bereits einen entsprechenden Bauspar- oder Riester-Darlehensvertrag.

Artikel wurde am 31.05.2006 erstellt und am 14.07.2009 aktualisiert


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